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Erster Heimsieg gegen die Füchse - Wolf: "Wichtig für die Moral"

Der erste Heimsieg ist unter Dach und Fach, die ersten Punkte sind eingefahren: Die Leverkusener Handball-Elfen gewannen am zweiten Spieltag der HBF in der heimischen Smidt-Arena gegen die Füchse Berlin mit 32:27 (17:12) und nahmen damit erfolgreich Revanche für die in der vergangenen Saison erlittene Heimniederlage. "Ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel für uns entschieden haben, das ist angesichts der schweren Aufgaben in den kommenden Wochen sehr wichtig für die Moral", sagte Cheftrainerin Renate Wolf mit Blick auf das Gastspiel am kommenden Samstag beim DHB-Pokalsieger Buxtehuder SV und die darauf folgenden Duelle mit den TuSsies Metzingen im DHB-Pokal (3. Oktober/19.00 Uhr in Dormagen) und mit dem alten Rivalen HC Leipzig in der Bundesliga (18. Oktober/16.00 Uhr).

Nach einem etwas schwerfälligen Beginn setzten sich die Elfen im Spiel gegen Berlin Mitte der ersten Hälfte erstmals ab, bis zur Pause wurde eine Fünf-Tore-Führung daraus. In der zweiten Halbzeit lagen die Elfen zeitweise mit neun Toren vorn, ehe in den letzten zehn Minuten die Abwehr zu viele Aktionen der Füchse nicht konsequent unterband und deshalb noch das eine oder andere Gegentor einfing. Dennoch war Renate Wolf in erster Linie mit der Deckungsarbeit ihrer Mannschaft zufrieden. "Wir sind sehr offensiv nach vorne gegangen und haben dadurch früh den Rhythmus der Füchse gestört", sagte die Cheftrainerin: "In der Schlussphase haben wir dann allerdings fast gar nicht mehr gedeckt, ich hoffe, dass auch meine jungen Spielerinnen daraus etwas gelernt haben. Ein Handballspiel dauert 60 Minuten, und wenn man in der Bundesliga keine böse Überraschung erleben will, muss man diese 60 Minuten konsequent durchziehen."

Ungeachtet der etwas lässigen Schlussphase wusste das neuformierte Elfenteam die knapp 750 Zuschauer in der Smidt-Arena zu begeistern. Die beiden Außen Michaela Janouskova und Nina Schilk sind eine echte Bereicherung für das Leverkusener Spiel, der Rückraum agiert flexibler, und Torhüterin Nataliya Gaiovych deutete an, dass sie durchaus das Potenzial hat, die durch den Verlust von Natalie Hagel und Valentyna Salamakha entstandene Lücke zu füllen."Nataliya hat eine ordentliche Leistung mit ein paar spektakulären Highlights geboten", bestätigte Torwarttrainer Andreas Thiel, und auch Renate Wolf sprach ein Lob aus: "Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht." In den letzten zehn Minuten übernahm Vanessa Fehr den Platz zwischen den Pfosten, sie zeichnete sich unter anderem durch einen gehaltenen Siebenmeter aus, wurde aber allzu oft von ihrer Abwehr im Stich gelassen.

In die Abteilung Sonderlob fiel neben der souveränen Nationalspielerin Kim Naidzinavicius auch die unermüdliche "Allzweckwaffe" Anna Seidel, deren kämpferischer Einsatz einmal mehr vorbildlich war und die sich dafür mit vier schön herausgespielten Toren belohnte. Erfreut nahm Renate Wolf außerdem zur Kenntnis, dass Kim Berndt auf Rückraum Mitte immer besser ins Spiel findet und sich nach überstandenem Kreuzbandriss in einem stetigen Formanstieg befindet. Die treffsicherste Werferin an diesem Tag war Linksaußen Nina Schilk mit sieben Toren. Zweimal trug sich unter anderem Rückkehrerin Denisa Glankovicova in die Torschützenliste ein, von ihrem Können und ihrer Routine wird vor allem die junge Linkshänderin Michaela Janouskova enorm profitieren.

"Wir haben eine wirklich gelungene Mischung aus Erfahrung und Jugend in der Mannschaft", sagte Wolf: "Das spielerische Potenzial ist hervorragend, alle sind topfit." Was alle noch verinnerlichen müssen ist, nicht immer alle Verantwortung auf Kim Naidzinavicius zu schieben. "Wenn ich in einer guten Position im Vorwärtsgang bin, dann geh ich selber aufs Tor", sagte die Chefin: "Aber ich bin da sehr zuversichtlich: Wenn jede das abruft, was sie kann, wird das eine sehr interessante Saison."

Bayer Leverkusen - Füchse Berlin 32:27 (17:12)

Tore für Leverkusen:
Schilk (7), Naidzinavicius (5/2), Seidel (4), Berndt (4), Karolius (3), Rode (3/1),
Janouskova (2), Adams (2), Glankovicova (2)

Tore für Berlin:
Blödorn (5), Stuparicova (5), Sviridenko (5), Tegstedt (3), Gustin (3/1),
Erlingsdottir (2), Beier (2), Linke (1), Schoenaker (1)

Schiedsrichter: Grell / Piper