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Käpt'n Flummi bleibt an Bord: Jenny Karolius verlängert in Leverkusen

Jenny Karolius, die alle Welt nur Flummi nennt, ist einer der Eckpfeiler im Spiel der Leverkusener Werkselfen. Mit ihrer Routine und ihrem Kampfgeist am gegnerischen Kreis und vor allem in der eigenen Abwehr ist die 29-Jährige aus der Mannschaft längst nicht mehr wegzudenken.  "Flummi ist ein ganz wichtiger Baustein", sagt Trainerin Renate Wolf über ihre Abwehrchefin: "Ich bin sehr, sehr froh, dass sie mindestens noch eine Saison bei uns bleibt." Zunächst hat Karolius nach intensiven Gesprächen mit Renate Wolf und Teammanagerin Jutta Ehrmann-Wolf für ein Jahr verlängert: "Danach werde ich weitersehen", sagt die Frau mit der unverkennbaren Rastafrisur, die auch im Spiel am Mittwoch (3. Februar/19.30 Uhr) gegen den fünfmaligen Deutschen Meister Thüringer HC wieder im Blickpunkt stehen wird.

Die letzten anderthalb Jahre seit Flummis Wechsel von Frisch Auf Göppingen an den Rhein gingen sehr schnell vorbei. Die gebürtige Berlinerin hat sich schnell in ihrem neuen Lebensmittelpunkt Leverkusen eingelebt, in der Praxis Allnoch in Bergisch Gladbach-Refrath eine Stelle als Ergotherapeutin angenommen und ihre Rolle innerhalb der Werkselfen zügig gefunden. "In meiner ersten Saison in Leverkusen wurde ich gleich zur Spielführerin ernannt", erinnert sich Karolius: "Die Mannschaft hat dieser Entscheidung aber sofort zugestimmt."

Dass Jenny Karolius die Rolle als Käpt'n der zum Teil sehr jungen Elfen besonders gefällt, liegt wahrscheinlich daran, dass "ich ein offener Typ bin und meine Mitspielerinnen durch intensive Zeiten im Trainingslager rasch gut kennenlernen konnte". Ihre konkrete Aufgabe innerhalb des Teams sieht Flummi darin, junge Spielerinnen an die Hand zu nehmen und sie mit ihrer Routine zu unterstützen und weiterzubringen. "Ich muss allerdings auch noch viel lernen und bin froh, Renate an meiner Seite zu haben", schildert Karolius ihre Position als verlängerter Arm der Trainerin auf dem Spielfeld.

Eine Führungsrolle in einer Mannschaft zu übernehmen, war für Karolius Neuland. Die Kreisläuferin, die 2010 mit der SG BBM Bietigheim den Aufstieg in die erste Liga schaffte und 2013 mit Frisch Auf Göppingen am Final Four teilnahm, verrät: "In meinen vorherigen Vereinen hatte ich eine andere Rolle. Außerdem hätte ich nie gedacht, einmal in Leverkusen spielen zu dürfen. Dass Renate so viel Vertrauen in mich setzt und dass ich die Mannschaft führen darf, macht Leverkusen als Station in meiner Karriere natürlich sehr interessant."

Leverkusen ist für Flummi allerdings auch neben dem Spielfeld sehr attraktiv. In ihrer Freizeit liest sie viel, trifft Freunde oder geht gerne ins Kino. "Ich versuche immer, viel zu unternehmen, und da ist die Nähe zu Köln und Düsseldorf ideal. Aber auch Leverkusen hat schöne grüne Ecken, die ich schon entdeckt habe", erzählt sie. Hinsichtlich der laufenden Spielzeit sieht die Ergotherapeutin die deutsche Männernationalmannschaft, die gerade den EM-Titel gewonnen hat, durchaus als Vorbild, weil auch die Werkselfen viele junge Spielerinnen in ihren Reihen haben. "Es gibt noch viele Hochs und Tiefs. Wir müssen dennoch alle Spiele als Team angehen, denn nur so können wir erfolgreich sein", sagt Karolius: "Wir wollen auch in Zukunft auf die Nachwuchsarbeit setzen." Somit ist klar, welche Aufgaben Flummi auch in der kommenden Spielzeit wahrnehmen wird – junge Spielerinnen dorthin zu führen, wo sie selbst bereits steht: Bei den Werkselfen ganz weit oben.


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AS-Fotografie