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Dena ließ es richtig krachen - Elfen besiegen den Buxtehuder SV

Am Ende eines hochemotionalen und nervenaufreibenden Handballspiels, das die Leverkusener Werkselfen gegen den Buxtehuder SV mit 32:28 (16:16) gewannen, wollte Renate Wolf eigentlich niemanden aus der Mannschaft besonders herausheben - tat es dann aber doch. "Denisa Glankovicova hat heute nochmal so richtig gezeigt, was sie kann", sagte die Chefin über ihre älteste und dienstälteste Spielerin, die Elfe mit der Nummer elf auf dem Rücken. "Dena", immerhin 36 Jahre alt, feuerte aus dem rechten Rückraum wie in alten Zeiten, am Ende war sie mit acht Feldtoren die erfolgreichste Leverkusener Werferin. Zudem setzte sie viele Impulse, von denen ihre durchweg deutlich jüngeren Nebenleute profitierten. "Vor ihrer Leistung ziehe ich ganz tief meinen Hut", sagte Renate Wolf.

Die Cheftrainerin der Elfen war nach einem wirklich anstrengenden Spiel eigentlich viel zu erschöpft, um große Emotionen zu zeigen, dennoch versicherte sie glaubhaft, "sehr, sehr glücklich über diesen Sieg" zu sein. Endlich zeigten die Elfen wieder von der ersten Minute an die Bereitschaft und den unbedingten Willen, gewinnen zu wollen, der kämpferische Einsatz war von Beginn an hoch, und er blieb es bis zur letzten Sekunde. Eine ihrer besten Leistungen im Elfen-Trikot lieferte Kim Berndt ab, die klug Regie führte und zeigte, wie gefährlich sie im direkten Weg zum gegnerischen Tor ist - unter anderem sechs blitzsaubere Treffer waren der Lohn.

Die erste Halbzeit war so ausgeglichen, wie es der 16:16 Pausenstand vermuten ließ. Einmal nur schafften es die Gastgeberinnen, sich beim Stand von 5:2 in der neunten Minute mit drei Toren abzusetzen, Buxtehude kam wieder heran, konnte aber ebenfalls keinen klaren Vorsprung herausspielen. Vor allem die aggressive Deckung der Elfen lähmte den Angriff des BSV, in dem die grippekranke Spielmacherin Randy Bülau schmerzlich vermisst wurde. Leverkusen fiel zwar im Angriff in dieser Phase der Partie auch nicht durch allzu großen Ideenreichtum auf, profitierte aber von dem nicht ganz konsequenten Innenblock des BSV und von einigen Unsicherheiten bei Torhüterin Antje Lenz.

So ging es mit einem Gleichstand in die Kabine, aus der die Elfen wesentlich entschlossener kamen als der BSV. Die Abwehr packte noch rigoroser zu, und vorne traf Kim Naidzinavicius nun das BSV-Tor nach Belieben. Buxtehude entwickelte die meiste Torgefahr durch Linksaußen Lone Fischer, die aber nach der Pause nicht mehr so unbedingt zwingend agierte wie in der ersten Hälfte des Spiels. Dennoch war sie mit 9/3 Treffern am Ende die erfolgreichste Werferin der gesamten Partie. Die Elfen verbesserten sich mit dem Sieg auf Platz acht der Tabelle, von dem unmittelbar vor ihnen liegenden BSV trennt sie nur noch ein Punkt.

Weiter geht es für Renate Wolf und ihre Mannschaft am 5. März mit dem Gastspiel bei den TuSsies Metzingen, das nächste Heimspiel findet am Ostersonntag (27. März/16.00 Uhr) gegen den VfL Oldenburg statt. Im Vorfeld dieser Partie tritt das Juniorteam im Viertelfinal-Rückspiel der A-Jugend-Bundesliga um 13.15 Uhr ebenfalls in der Smidt-Arena gegen den Nachwuchs des VfL Oldenburg an.

Bayer Leverkusen - Buxtehuder SV 32:28 (16:16)

Tore für Leverkusen: Glankovicova 8, Naidzinavicius 7/1, Berndt 6, Karolius 5, Rode 4, Ruthenbeck 1, Janouskova 1

Tore für Buxtehude: Fischer 9/3, Hayn 5, Schulz 4, Gubernatis 4/3, Klein 2, Podpolinski 2, Bölk 1, Schneider 1

Schiedsrichter: Behrens / Thiele