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Die ersten Punkte sind eingefahren: Werkselfen gewinnen Auftakt gegen Nellingen

Aller Anfang ist bekanntlich schwer, und weil das nun mal so ist, erlebten die 700 Zuschauer in der Leverkusener Ostermann-Arena beim 33:26 (17:15) der Werkselfen zum Bundesliga-Auftakt gegen den Neuling TV Nellingen zwei ziemlich unterschiedliche Halbzeiten. Gab es für Renate Wolf in den ersten 30 Minuten die eine oder andere Situation zum Haareraufen, so konnte sich die Cheftrainerin der Elfen nach der Pause über ein sehr ordentliches Spiel ihrer neuformierten Truppe freuen."In der zweiten Hälfte habe ich eine Mannschaft gesehen, die geschlossen gekämpft und gespielt hat", sagte Wolf, die "sehr froh" über die beiden ersten Punkte der neuen Saison ist: "Das erste Spiel ist schließlich immer so was wie eine Wundertüte. Man weiß nie so recht, was man kriegt."

Es war anfangs eine zerfahrene Partie. Die Abwehr, in der Mannschaftsführerin Jenny Karolius mit Neuzugang Sally Potocki den Mittelblock bildet, war nicht immer auf der Höhe des Geschehens, und vor der gegnerischen Deckung schienen die Elfen von der offensiven Spielweise der Schwaben Hornets durchaus überrascht zu sein. "Außerdem war die Fehlerquote viel zu hoch", sagte Wolf und verwies in dem Zusammenhang auf drei vielversprechende Tempogegenstöße, die nicht zum erfolgreichen Abschluss führten, und zu wenige Anspiele an den Kreis.All das funktionierte nach der Pause deutlich besser, daraus resultierend wurde die doch recht knappe Zwei-Tore-Führung zur Halbzeit kontinuierlich ausgebaut. Am Ende war es ein standesgemäßes und dem Spielverlauf der zweiten 30 Minuten entsprechendes Ergebnis.

Die neuen Elfen-Spielerinnen standen gegen Nellingen zum ersten Mal in einem offiziellen Pflichtspiel auf der Platte, und nicht nur Renate Wolf hob vollkommen zurecht eine von ihnen besonders heraus. "Gigi Jurgutyte hat wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht", sagte die Chefin, und in dieser Einschätzung wollte ihr niemand widersprechen. Zivile "Gigi" Jurgutyte, die 29-Jährige mit der Erfahrung aus 107 Länderspielen für Litauen, führte klug Regie, erzielte acht blitzsaubere Treffer aus dem Spiel heraus und übernahm gemeinsam mit Nationalspielerin Jennifer Rode (8/5) die Führung in der internen Elfen-Torjägerliste vor Kreisläuferin Karolius (5) und Linksaußen Nina Schilk. Auch Sally Potocki in der Abwehr und die Polin Karolina Bijan (3)  auf Rechtsaußen wussten zu gefallen, Torhüterin Branka Zec übte sich derweil in Selbstkritik: "Ich war nicht frei genug im Kopf und sehr angespannt vor meinen ersten Spiel für die Elfen. Aber das wird beim nächsten Mal schon anders sein."

Das nächste Mal ist am kommenden Samstag, dann geht es zu den TuSsies nach Metzingen, die in der vergangenen Saison drei von drei Pflichtspielen gegen die Elfen gewannen. "Metzingen ist ein Gegner, bei dem wir sicher nicht in der Pflicht stehen", sagte Wolf: "Aber darin liegt ja manchmal auch eine Chance." Auch im zweiten Heimspiel der Saison am 25. September (16.00 Uhr) in der Ostermann-Arena wird es spannend, dann ist DHB-Pokalsieger HC Leipzig zu Gast.

Nellingens Trainer Pascal Morgant ist übrigens die Lust am Abenteuer Bundesliga durch die Niederlage in Leverkusen nicht vergangen, ganz im Gegenteil. "Was ich vor allem in der ersten Halbzeit von meiner Mannschaft gesehen habe, lässt mich für die nächsten Wochen hoffen", sagte der frühere Kreisläufer des Männer-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen: "Wir haben gezeigt, dass wir Bundesliga können, und deswegen mache ich jetzt trotz der Niederlage immer noch ein freundliches Gesicht."

Bayer Leverkusen - TV Nellingen 33:26 (17:15)

Leverkusen: Zec, Fehr - Jurgutyte (8), Rode (8/5), Karolius (5), Schilk (4), Bijan (3), Braun (2), Berndt (2), Adams (1), Seidel, Potocki, Bruggeman, Janouskova. - Trainerin: Renate Wolf

Nellingen: Grob, Bocka - Wolf (10/3), Blanka (5/1), Ioneac (4), Kolasinac (3), Namat (3), Thiero (1), Schoeneberg, Schraml, Stuttfeld, Issifou, Stockhammer, Hagen. - Trainer: Pascal Morgant

Schiedsrichter: Sebastian Grobe / Adrian Kinzel