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Alles kann, nichts muss - die Elfen bei den TuSsies

Alles kann, nichts muss - unter diesem Motto steht die Auswärtsfahrt der Leverkusener Werkselfen zu den TuSsies Metzingen. Am zweiten Spieltag der Handball Bundesliga Frauen muss das Team von Cheftrainerin Renate Wolf beim deutschen Vizemeister antreten - gegen den es in der vergangenen Saison in drei Pflichtspielen drei Niederlagen gab. Die zweite Halbzeit der Elfen im Auftaktspiel gegen den Bundesliga-Neuling TV Nellingen gibt allerdings berechtigten Anlass zu der Hoffnung, dass es dieses Mal zumindest enger zugehen könnte. "Wenn die Abwehr gleich von Anfang an gut steht, das ist oberste Voraussetzung", sagt Spielführerin und Abwehrchefin Jenny Karolius, die gegen Nellingen nicht nur mit ihren fünf Toren vom Kreis überzeugte. Fehlen werden die langzeitverletzte Anne Jochin und Nationalspielerin Nina Schilk, die auf Linksaußen von Kim Braun vertreten wird.

Gespielt wird in der Tübinger Paul-Horn-Arena, da die Metzinger Öschhalle noch im Umbau ist. Die TuSsies mussten bei ihrem knappen 28:27-Auftaktsieg in Blomberg gleich mehr ein halbes Dutzend verletzter oder erkrankter Spielerinnen ersetzen, es fehlten Ina Grossmann, Marija Obradovic, Annika Ingenpaß, Silvia Szücs, Luca Szekerczés, Delaila Amega und Katharina Beddies. "Dennoch sind sie mit ihrem starken Rückraum und der Achse Anna Loerper im Spielaufbau und Julia Behnke am Kreis einfach bärenstark", sagt Renate Wolf: "Wir fahren jedenfalls ohne Druck dorthin und wollen mal sehen, was geht, wenn bei uns alles passt."

Der nächste Gegner ist ein ähnliches Schwergewicht. Am 25. September geht es zur gewohnten Anwurfzeit um 16.00 Uhr in Leverkusen gegen den deutschen Pokalsieger HC Leipzig, der nach der überraschenden Auftaktniederlage beim Neuling Neckarsulmer Sportunion in den kommenden Wochen vermutlich noch bissiger sein wird als sonst. "Man kann jedenfalls nicht behaupten, dass wir in den nächsten Spielen die Favoriten sind", sagt Renate Wolf. Aber so ganz ohne Druck ist ja schon so manches überraschende Ergebnis zustandegekommen.

Nach den beiden Begegnungen in Metzingen und gegen Leipzig ist dann erstmal DHB-Pokal angesagt, Die Elfen treten in der zweiten Runde am 30. September um 20.00 Uhr beim Oberligisten HSV Püttlingen an. Spätestens dann sieht es mit der Favoritenrolle wieder ein bisschen anders aus.