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Eine alte Bekannte – Steffi Osenberg agiert als Co-Trainerin bei den Juniorelfen

Vom Trainingslager mit Renate Wolf über den „Geist von Mienenbüttel“ hin zum deutschen A-Jugend-Vizemeister 2016: Steffi Osenbergs Weg bei Bayer Leverkusen geht bis auf das Jahr 1987 zurück.

Dabei müsste das alt bekannte Sprichwort „Man sieht sich immer zwei Mal im Leben“ im Fall „Osis“ und den Werkselfen wohl eher mit der Phrase „alle guten Dinge sind drei“ kombiniert werden. Die heute 48-Jährige, die 1977 mit dem Handballspielen begann, wechselte im besagten Jahr 1987 zum Bundesligisten TSV Bayer Leverkusen, nachdem die damalige Jugendnationalspielerin im Vorjahr mit der A-Jugend des TV Beyeröhde die deutsche Vize-Meisterschaft feierte. „Vor knapp 30 Jahren war die Situation ähnlich wie heute“, schmunzelt die Sportskanone: „Die Zweite spielte in der dritthöchsten Liga und dort sammelte ich als 19-Jährige Spielpraxis.“ Außerdem schloss sich die B-Lizenz-Inhaberin dem Bundesligakader an, wo sie zwei Mal wöchentlich mittrainierte und auch einige Spiele bestritt. „Mit Renate Wolf teilte ich übrigens ein Zimmer im Trainingslager“, erinnert sich Steffi gerne an ihre Zeit als aktive Spielerin unter dem Bayer-Kreuz. Nach einer Saison in Leverkusen wechselte Osenberg, die 1984 übrigens das Wuppertaler Triangulum in Gold erhielt, daraufhin zurück zum TV Beyeröhde.

Im Jahr 2000 nahm sie dann ihre Trainerkarriere auf und trainierte die C-Mädchen beim TVB. Parallel dazu „gründete“ die ehemalige Jugendnationalspielerin bei Beyeröhde die 2. Damen-Mannschaft, mit der sie bis in die Oberliga aufstieg.

Im Sommer 2012 folgte sogleich der zweite Streich bei Bayer Leverkusen, wo die gebürtige Wuppertalerin von nun an an der Bank des Oberligateams stand: „Wir hatten nur einen Minikader, sodass immer klar war, dass auch A-Jugendliche bei uns mitspielen würden.“ Und so kreuzten sich schnell die Wege von Talenten wie Vanessa Gerken, Ramona Ruthenbeck, Johanna Stockschläder, Liska Hoffmeister und Johanna Heldmann mit denen Steffi Osenbergs. Im Frühjahr 2013 betreute Osi diese A-Jugendlichen, die von Kerstin Reckenthäler zu dem Zeitpunkt trainiert wurden, in der Zwischen- und Endrunde um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft. „Das Final Four in Buxtehude war der Höhepunkt“, weiß die 48-Jährige zu berichten: „Die Mannschaft ist in diesen drei Tagen noch enger zusammengerückt, sodass wird als krasser Außenseiter tatsächlich deutscher A-Jugend-Meister werden konnten.“ Im NRW-Duell gegen die HSG Blomberg-Lippe gewann der Bayer-Nachwuchs das Finale um den Meistertitel. „Alle Beteiligten reden gern vom ‚Geist von Mienenbüttel‘“, so Osenberg, die sich besonders die individuelle Förderung ihrer Schützlinge und die Vermittlung von Spaß am Handball auf ihre Fahnen schreibt.

Seit der Saison 2014/15 übernahm Osenberg dann, neben ihrem Traineramt in der Kreisauswahl Wuppertal-Niederberg, für zwei Spielzeiten die Verbandsliga-Damen des TuS Wermelskirchen. „Eigentlich wollte ich im Mai in Handball-Rente gehen und hatte deswegen auch sämtliche Anfragen auf einen neuen Trainerjob dankend abgelehnt“, entsinnt sich Osi. In Leverkusen machten die Verantwortlichen dann aber drei Kreuze, als Steffi den Posten des Co-Trainers zusammen mit Rainer Adams im Juniorteam dennoch zugesagt hat. „In Leverkusen hast du als Jugendliche die Möglichkeit, dir deinen Traum vom deutschen Meistertitel zu verwirklichen. Hier stimmen die Rahmenbedingungen und die Trainingsstätten sind hervorragend“, gerät die Handballbegeisterte ins Schwärmen: „Ich freue mich, gemeinsam mit Rainer Adams und Kerstin Reckenthäler in einem Team zusammenzuarbeiten.“

Beim Juniors-Cup in Oldenburg ging ihre Mission mit den Junior-Elfen los. Sie sei sehr gut aufgenommen worden und man habe ansatzweise bereits gesehen, wie viel Potenzial in dieser jungen Truppe stecken kann, wenn alle an ihre Leistungsgrenzen gehen. Schließlich hat die Wuppertalerin mit dem aktuellen deutschen A-Jugend-Vize-Meister viel vor: „Das Ziel für die A-Jugend ist das Erreichen des Final 4 - und das ist bestimmt kein Selbstläufer! Für die 3. Liga gibt es für mich kein Platzierungsziel. Die Mädels sollen Spielpraxis bei den ‚Großen‘ sammeln und lernen.“

(Text: Amelie Knippert)