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24:32-Heimniederlage: TuSsies Metzingen bleiben eine Nummer zu groß für die Elfen

Die Favoritenrolle war im Vorfeld der Partie eindeutig verteilt und die erhoffte Überraschung blieb leider aus: Beim Heimdebüt von Katja Kramarczyk und Anouk van de Wiel muss sich der TSV Bayer 04 Leverkusen am heutigen Karnevalssonntag letztlich deutlich mit 24:32 (11:15) dem aktuellen Tabellendritten der Handball Bundesliga Frauen geschlagen geben. Am kommenden Samstag gastieren die Werkselfen um 18 Uhr beim HC Leipzig. Bei Kramarczyks Rückkehr zur alten Wirkungsstätte ist der Reiz, etwas Zählbares aus Ostdeutschland mitzunehmen, für ihre neuen Mitspielerinnen besonders hoch.

Zum dritten Mal in der laufenden Spielzeit – nach dem 31:22-Hinspielergebnis und der 30:23-Niederlage im Achtelfinale des DHB-Pokals – müssen die Rheinländerinnen beim Wiedersehen mit den Ex-Elfen Anna Loerper, Marlene Zapf und Annika Ingenpaß (Juniorteam) gegen dominierende TuSsies den Kürzeren ziehen. Daran änderten letzten Endes auch 13 Paraden vom stark auferlegten Neuzugang Katja Kramarczyk nichts. In den ersten Minuten war es vor allem Spielmacherin Zivile Jurgutyte, die im Angriff der Bayer-Akteurinnen mit ihrer Schnelligkeit Akzente setzte und für Furore sorgte. Im Gegenzug agierten die Gäste mit einer kompakten 6:0-Abwehr und kamen mit viel Tempo, allen voran Ex-Elfe Anna Loerper, zu einfachen Toren über die erste und zweite Welle. „In der ersten Halbzeit haben wir uns gut auf Metzingen eingestellt. Im Angriff haben wir leider dennoch zu viele technische Fehler gemacht, die die TuSsies dann gnadenlos ausnutzen“, resümiert Chefin Renate Wolf den Auftritt ihrer Sieben im ersten Durchgang.

Über 4:5 (10.) und 4:9 (15.) konnte sich der Schwaben-Express auf 7:13 (25.) absetzen. Die Leverkusenerinnen hatten den roten Faden verloren: Zu oft scheiterte der Elfen-Rückraum an Torfrau Jasmina Jankovic. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gab es trotzdem Grund zum Jubeln, als die besagte Katja Kramarczyk einen 7m-Strafwurf von Nationalmannschaftskollegin Anna Loerper parierte und somit den 11:15-Halbzeitstand festhielt. „Katja strahlt enorm viel Ruhe aus, das tut uns verdammt gut. Wir haben viel Freude mit ihr – sowohl auf dem, als auch neben dem Spielfeld“, freut sich Wolf sichtlich.

Nach Wiederanpfiff gelang Kapitänin Jenny Karolius zwar per Gegenstoß der 15:17-Anschlusstreffer, dann aber verlor die Mannschaft von Renate Wolf gänzlich den Anschluss. Die TuS Metzingen zündete über 16:21 (40.) und 19:27 (50.) ein Offensiv-Feuerwerk, während es den Elfen im Angriff an Durchschlagskraft und in der Abwehr an der letzten Konsequenz fehlte: „Im zweiten Durchgang müssen wir einfach schneller umschalten und dürfen uns nicht aufgeben.“ Tonje Loseth netzte für Metzingen zum 24:32-Endstand ein. Pia Adams und Jenny Karolius (beide 5) erzielten unter dem Bayer-Kreuz die meisten Treffer, auf Metzinger Seite trug sich Katharina Beddies mit sieben Toren am häufigsten in die Torschützenliste ein.

Unterm Strich bleibt eine Leverkusener Durststrecke, insbesondere im Angriffsspiel, und der verdiente Auswärtssieg der TuS Metzingen. „Insgesamt betrachtet fällt das Endergebnis zu hoch aus. Die TuSsies haben verdient gewonnen, ich allerdings hatte mir nach einer starken Trainingswoche mehr erhofft“, so die Chefin mit Blick auf die Anzeigetafel in der heimischen Ostermann-Arena: „Aus diesen Spielen müssen wir lernen. In der Liga sind wir eine Wundertüte. Jetzt gilt es, unsere Neuzugänge Anouk van de Wiel und Katja Kramarczyk weiter zu integrieren.“

Text: Amelie Knippert