Dana Gruner Foto: Sönke Ehlers

Elfen nehmen einen Punkt aus Todesfelde mit

Der TSV Bayer 04 Leverkusen und der SV Todesfelde trennen sich nach einer umkämpften Partie 35:35 – Elfen geben Zwei-Tore-Führung in der Schlussphase noch aus der Hand.


Die Handballelfen des TSV Bayer 04 Leverkusen haben am Samstag beim Aufsteiger SV Todesfelde einen Punkt mitgenommen. Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen und intensiven Partie stand am Ende ein 35:35 (17:18) auf der Anzeigetafel. Dabei sah es bis kurz vor Schluss nach dem ersten Saisonsieg für die Elfen aus: In der 58. Minute führten die Leverkusenerinnen mit zwei Toren und hatten zudem noch die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen. Todesfelde stellte anschließend auf eine offene Deckung um und kam in den letzten Minuten noch zum Ausgleich.

Von Beginn an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Bis zur 18. Minute wechselte die Führung immer wieder, ehe die Elfen beim 11:11 erstmals etwas davonziehen konnten. Vor allem Torhüterin Merle Muth gab ihrer Mannschaft in dieser Phase wichtige Impulse. Vorne sorgten Jessy-Marlonne Souza und Marie Sauerwald mit ihren Treffern dafür, dass Leverkusen in der 22. Minute erstmals mit drei Toren führte.

Sauerwald war dabei nicht nur offensiv erfolgreich, sondern erwies sich auch in der Deckung als wichtige Stütze. Gegen Todesfeldes Top-Torjägerin Franziska Haupt fand sie immer wieder gute Lösungen und unterband zahlreiche Aktionen mit Stoppfouls.

In der Folge verpassten es die Elfen allerdings, sich weiter abzusetzen. Einige Fehlwürfe ermöglichten den Gastgeberinnen, wieder heranzukommen. In der 27. Minute erzielte Todesfelde beim 16:16 erneut den Ausgleich und ging kurz vor der Pause sogar mit 18:17 in Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Führung immer wieder wechselte, die jeweils andere Mannschaft jedoch umgehend den Ausgleich erzielte. In den letzten zehn Minuten gelang es den Elfen zunehmend, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten und diesen bei zwei Toren zu halten. Auch in der 58. Minute lag Leverkusen noch mit zwei Treffern vorne und hatte die Möglichkeit, die Partie endgültig in die eigene Richtung zu lenken.

Todesfelde setzte nun alles auf eine offene Deckung und erhöhte damit noch einmal den Druck auf die Elfen. Die Gastgeberinnen nutzten die letzten Möglichkeiten konsequent und kamen noch zum 35:35-Ausgleich. Damit blieb den Leverkusenerinnen am Ende ein Punkt, auch wenn angesichts der späten Zwei-Tore-Führung zunächst durchaus das Gefühl eines verpassten Sieges überwog.

„Kurz nach dem Spiel fühlt es sich wie ein Punktverlust an, wenn du zwei Minuten vor Spielende mit zwei führst und in Ballbesitz bist“, sagte Trainerin Franzi Garcia nach der Partie. Gleichzeitig zeigte sie sich mit der Entwicklung ihrer Mannschaft zufrieden: „Am Ende des Tages müssen wir aus diesen Situationen lernen. Ich habe sehr, sehr viele gute Sachen gesehen.“

Besonders die defensive Leistung hob Garcia hervor. Todesfelde hatte über weite Strecken auf eine 7:6-Überzahl im Angriff gesetzt. „Wir haben Todesfelde in die Situation gebracht, dass sie 40 Minuten 7:6 gegen uns spielen müssen und haben das in der zweiten Halbzeit wirklich ordentlich verteidigt“, so die Trainerin. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hätten die Elfen die Möglichkeit gehabt, sich weiter abzusetzen.

Trotz des späten Ausgleichs wertet Garcia die Partie als deutlichen Schritt nach vorne: „Ich bin positiv gestimmt, wir haben wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das war eine klare Leistungssteigerung.“ Nun gehe es darum, an den eigenen Stärken festzuhalten und gleichzeitig die Chancen konsequenter zu nutzen. „Wenn wir mit der gleichen Leidenschaft verteidigen, wie wir es heute gemacht haben, und ein bisschen besser noch abschließen, dann werden wir auch Spiele gewinnen.“

So nehmen die Elfen aus Todesfelde zwar nicht die erhofften zwei Punkte mit, können aber auf einer deutlich verbesserten Leistung aufbauen. „Ich bin froh, dass wir einen Punkt geholt haben, und wir greifen voller Energie ab heute wieder an“, blickt Garcia bereits nach vorne.


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