Elfen verlieren nach Einbruch in der zweiten Halbzeit deutlich in Freiburg
Der TSV Bayer 04 Leverkusen unterliegt den Red Sparrows Freiburg mit 28:39 – Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt
Die Handballelfen des TSV Bayer 04 Leverkusen mussten am Samstag bei den Red Sparrows Freiburg eine deutliche Niederlage hinnehmen. Nach einem schwierigen Start kämpften sich die Leverkusenerinnen zunächst eindrucksvoll zurück in die Partie und waren beim 19:19 direkt nach der Pause wieder auf Augenhöhe. Eine Schwächephase in der zweiten Halbzeit brachte die Gastgeberinnen jedoch entscheidend auf Abstand. Am Ende stand eine 28:39-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Freiburg erwischte den deutlich besseren Start in die Partie. Die Elfen fanden zunächst keinen Zugriff auf das schnelle Angriffsspiel der Gastgeberinnen und verloren im eigenen Angriff zu häufig den Ball. Freiburg nutzte diese Fehler konsequent für schnelle Gegenstöße und setzte sich bereits nach zehn Minuten auf 10:5 ab.
Die Elfen ließen sich davon allerdings nicht entmutigen und fanden zunehmend besser in die Partie. Vor allem Sophia Cormann übernahm Verantwortung und kam immer wieder erfolgreich im Eins-gegen-eins durch. In der 25. Minute erzielte sie den Anschlusstreffer zum 17:16. Leverkusen blieb nun dran und konnte den Rückstand bis zur Pause auf ein Tor begrenzen. Mit 19:18 für Freiburg ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel gelang den Elfen durch Luise Gruber beim 19:19 erstmals wieder der Ausgleich. Die Partie war damit erneut völlig offen. Freiburg legte in der Folge zwar wieder vor, doch die Elfen blieben zunächst in Schlagdistanz. Bis zur 38. Minute betrug der Rückstand beim 25:23 lediglich zwei Tore.
Dann folgte jedoch die entscheidende Phase der Partie. Im Angriff fehlte den Elfen die notwendige Konsequenz im Abschluss und Passqualität, gleichzeitig agierte die Defensive nicht mehr aggressiv genug. Freiburg nutzte die zunehmenden Lücken und setzte sich Tor um Tor ab. Erst in der 44. Minute gelang den Elfen durch Juliane Specht wieder ein Treffer – zu diesem Zeitpunkt hatte Freiburg den Vorsprung bereits auf 31:24 ausgebaut.
Auch in der Schlussphase fanden die Elfen nicht mehr zurück in ihren Rhythmus. In der 50. Minute lagen die Gastgeberinnen beim 35:25 erstmals mit zehn Toren vorne. Diesen deutlichen Vorsprung konnten die Leverkusenerinnen bis zum Schlusspfiff nicht mehr entscheidend verkürzen. Freiburg gewann letztlich mit 39:28.
Cheftrainerin Franzi Garcia fand nach der Partie entsprechend deutliche Worte: „Für uns ist das Spiel ein herber Rückschlag, eine herbe Ernüchterung. Aber am Ende muss man auch sagen, dass das Ergebnis verdient so ist.“
Vor allem mit dem Auftreten in der Defensive war Garcia nicht zufrieden. „Wir haben in der ersten Halbzeit keinerlei Zugriff gefunden, um das Gegenstoßspiel von Freiburg zu unterbinden“, analysierte die Trainerin. Die Mannschaft habe sich anschließend zwar zurück in die Partie gekämpft und defensiv wieder besser ins Spiel gefunden, doch die zweite Halbzeit sei letztlich ausschlaggebend gewesen.
„Die zweite Halbzeit, das war einfach desaströs. Das muss man ganz klar so sagen“, so Garcia. Gleichzeitig stellte sich die Cheftrainerin vor die Elfen: „Da stelle ich mich vor die Mannschaft. Das ist meine Verantwortung, wenn die Mannschaft so auftritt. Deswegen müssen wir und vor allem ich die richtigen Schlüsse aus dieser Leistung ziehen.“
Dass die Elfen trotz der deutlichen Niederlage zunächst eine gute Reaktion auf den frühen Rückstand gezeigt hatten, änderte für Garcia nichts an der insgesamt enttäuschenden Leistung. „Wir haben gegen eine Mannschaft verloren, die sicherlich nicht besser ist als wir, die uns aber heute vor allem im Zweikampfverhalten die Grenzen aufgezeigt hat. Da haben wir, wie gesagt, kein Mittel gefunden.